Donnerstag, 2. August 2007
Audio und kein Ende
chbaum, 16:30h
• Vier Tage Audio habe ich nun schon wieder hinter mir. Die ersten beiden waren quasi fulltime. Da habe ich die Basics erledigt (Rumpeln raus, Crossfades) und v.a. Notizen gemacht. Montag bis Mittwoch fahre ich zu den Eltern, nehme aber Aufnahmequipment mit, um im Keller zahlreiche Foleys zu produzieren. Es handelt sich größtenteils um Schritte verschiedener Schuhe auf verschiedenen Böden.
• In einem zweiten Durchgang habe ich zum Spaß einiges an Surround-Atmos eingebaut und die unzähligen Knackser eliminiert. Dabei fielen weitere Crossfade-Probleme und fehlende Foleys auf. Bei jedem Durchsehen kommen neue dazu, seufz.
• Heute war die Explosion dran. Echtes Sounddesign! Habe sie aus fünf Spuren zusammengebastelt: platzender Ballon, manipulierte Kriegsgeräusche, zerschmetterndes Glas, alles schön gepitcht und gestaucht und subtil abgemischt. Klingt jetzt zwar etwas dramatischer als es visuell aussieht, aber das Publikum darf ja gerne ein bisschen erschrecken.
• Die Stimme des Meisters habe ich ebenfalls fertig designt und eingebaut. Leider mischt sie sich nur schlecht mit dem vorhandenen O-Ton, wo es dauernd Atemgeräusche mit den alten Effekten gibt. Da muss ich wohl noch mal komplett neu ran, das haben wir bei unserem damaligen Schnellschuss mit Michael übersehen... vielleicht spreche ich den Meister zur Probe noch mal. Der Effekt ist so stark, dass man es wahrscheinlich kaum bemerkt, mal sehen...
• In einem zweiten Durchgang habe ich zum Spaß einiges an Surround-Atmos eingebaut und die unzähligen Knackser eliminiert. Dabei fielen weitere Crossfade-Probleme und fehlende Foleys auf. Bei jedem Durchsehen kommen neue dazu, seufz.
• Heute war die Explosion dran. Echtes Sounddesign! Habe sie aus fünf Spuren zusammengebastelt: platzender Ballon, manipulierte Kriegsgeräusche, zerschmetterndes Glas, alles schön gepitcht und gestaucht und subtil abgemischt. Klingt jetzt zwar etwas dramatischer als es visuell aussieht, aber das Publikum darf ja gerne ein bisschen erschrecken.
• Die Stimme des Meisters habe ich ebenfalls fertig designt und eingebaut. Leider mischt sie sich nur schlecht mit dem vorhandenen O-Ton, wo es dauernd Atemgeräusche mit den alten Effekten gibt. Da muss ich wohl noch mal komplett neu ran, das haben wir bei unserem damaligen Schnellschuss mit Michael übersehen... vielleicht spreche ich den Meister zur Probe noch mal. Der Effekt ist so stark, dass man es wahrscheinlich kaum bemerkt, mal sehen...
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Sonntag, 29. Juli 2007
Loslegen!
chbaum, 00:54h
• Und wieder sind fünf Wochen vorbei... Typisch Schuljahresende – man findet keine Ruhe und kein gutes Gewissen für Filmarbeiten. Dafür konnte ich inzwischen Final Cut Studio 2 testen. Begeisternd, was da alles dazu gekommen ist! Eigentlich wären die neuen Features von Soundtrack 2 jetzt sehr hilfreich. Aber leider gelingt mir da bei Weitem kein so guter Workflow wie in Logic. Es ist zwar speziell für den Filmton ausgelegt, aber wenn ich schnell voran kommen will, muss ich beim Sequenzer bleiben und hoffen, dass bald eine annehmliche Surroundversion von Logic rauskommt.
• Im Moment geht’s also so weiter wie zuvor: Jede einzelne Szene wird erst mal bereinigt und mit Ideen und Notizen und Markern versehen (die sind dann für die aufwändigeren Schritte wie Geräuschvertonung, ADR und Surround gedacht). Meine Güte, was wir gegen die Kamera gerumpelt sind! Keine 20 Sekunden ohne tieffrequentes Wummern und Poltern oder hohe Knacken bei der Betätigung des Zoomhebels. Mit einem Analyzer lasse ich mir die Polterfrequenzen anzeigen. Ein besonders feiner grafischer EQ von der UAD-1 wird dann auf diese Frequenz eingestellt (meist um die 50 Hz). In der halben Sekunde, in der es poltert, automatisiere ich dann das Runterziehen dieses Frequenzbandes. Der Einbruch ist kaum hörbar, aber das Poltern ist stark abgemildert. Nur bei Schritten auf Holz oder sehr tiefen Dialogstimmen hört man das kurze Verschwinden der Frequenzen. Leider bewegt sich das Knacken mitten im Stimmspektrum, sodass ich es praktisch nirgends rausfiltern kann, ohne den Dialog zu stören (wobei man da mal merkt, was wir in dem Streifen zusammenquasseln). So habe ich heute eine kurze Szene geschafft (Telefongespräch gegen Ende), bei der sonst fast nichts anfällt.
• Michaels Stimme wollte ich noch telefoniger machen. Leider bricht bei diesem Eingriff das Kamerageräusch völlig ein, weil ich die tiefen Frequenzen komplett rausnehme und die hohen weiter pushe. Also habe ich eine zweite Spur für reine Kamerageräusche angelegt, die immer dann eingeblendet wird, wenn Michael spricht. Perfekt ist es nicht, aber deutlich besser also ohne. Richtig dämlich ist nur die erste Stelle, an der meine Wenigkeit geräuschvoll die Treppe hoch geht. Diese Töne sind dann eben auch weg. Ob ich das wohl nachvertonen kann? Die Treppe ist ja noch dieselbe. :-) Mal sehen, nach Opas Geburtstag nehme ich das Equipment mal mit nach Hause und probiere das aus. Schritte sind halt immer schlecht, weil sie absolut synchron kommen müssen...
• Im Moment geht’s also so weiter wie zuvor: Jede einzelne Szene wird erst mal bereinigt und mit Ideen und Notizen und Markern versehen (die sind dann für die aufwändigeren Schritte wie Geräuschvertonung, ADR und Surround gedacht). Meine Güte, was wir gegen die Kamera gerumpelt sind! Keine 20 Sekunden ohne tieffrequentes Wummern und Poltern oder hohe Knacken bei der Betätigung des Zoomhebels. Mit einem Analyzer lasse ich mir die Polterfrequenzen anzeigen. Ein besonders feiner grafischer EQ von der UAD-1 wird dann auf diese Frequenz eingestellt (meist um die 50 Hz). In der halben Sekunde, in der es poltert, automatisiere ich dann das Runterziehen dieses Frequenzbandes. Der Einbruch ist kaum hörbar, aber das Poltern ist stark abgemildert. Nur bei Schritten auf Holz oder sehr tiefen Dialogstimmen hört man das kurze Verschwinden der Frequenzen. Leider bewegt sich das Knacken mitten im Stimmspektrum, sodass ich es praktisch nirgends rausfiltern kann, ohne den Dialog zu stören (wobei man da mal merkt, was wir in dem Streifen zusammenquasseln). So habe ich heute eine kurze Szene geschafft (Telefongespräch gegen Ende), bei der sonst fast nichts anfällt.
• Michaels Stimme wollte ich noch telefoniger machen. Leider bricht bei diesem Eingriff das Kamerageräusch völlig ein, weil ich die tiefen Frequenzen komplett rausnehme und die hohen weiter pushe. Also habe ich eine zweite Spur für reine Kamerageräusche angelegt, die immer dann eingeblendet wird, wenn Michael spricht. Perfekt ist es nicht, aber deutlich besser also ohne. Richtig dämlich ist nur die erste Stelle, an der meine Wenigkeit geräuschvoll die Treppe hoch geht. Diese Töne sind dann eben auch weg. Ob ich das wohl nachvertonen kann? Die Treppe ist ja noch dieselbe. :-) Mal sehen, nach Opas Geburtstag nehme ich das Equipment mal mit nach Hause und probiere das aus. Schritte sind halt immer schlecht, weil sie absolut synchron kommen müssen...
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Samstag, 16. Juni 2007
Vertonung am Fließband
chbaum, 22:56h
• Skandal! Mehr als zwei Monate sind vergangen, dass ich für den Film Zeit hatte. Zwar ist es schon ein Schritt, wenn man die Videoarbeit abschließt und zum Ton übergeht (was erst mal weniger kreativ denn Fließbandarbeit ist), aber dass ich ganz so durchhänge, hätte ich dann doch nicht gedacht. Kein Gedanke an dieses Projekt, nur Schule, Schule, Schule. :-(
• Aber nun gut: Nach einer richtige mistigen Woche habe ich mal wieder angefangen und die Fließbandarbeiten für den Showdown erledigt: Audio-Crossfades zwischen den Schnitten, Kamerageräusche extrahiert und an stummen Stellen eingesetzt, Fabrik-Atmo genauso. Dabei habe ich auch einiges an Originalton gekillt, den ich später dann zwar aufwändig rekonstruieren und teilweise richtig nachvertonen muss, aber die Geräusche und einzelne Dialoge waren einfach zu schlecht. Hinzu kamen dann noch Marker mit Anmerkungen zu den weiteren Arbeiten (Foley, ADR, Surround-Atmos). Die mache ich dann aber erst im nächsten Schritt. Surround kommt dann noch mal später, vielleicht ist bis dahin auch das neue Final Cut draußen, das Surround dann direkt unterstützt.
• Logic macht mir die Arbeit jedenfalls gehörig leichter, zumindest in Sachen Audio! Nur die Songvorlage braucht noch etwas Finetuning, da kommen mir immer wieder Dinger unter, die nicht optimal sind.
• Ürch... 23:20 Uhr... aber jetzt habe ich doch tatsächlich alle Szenen frisch für Logic exportiert inkl. O-Ton. Für jede gibt es ein eigenes Logic-Projekt, wo ich jetzt immer wenn Zeit ist ein bisschen Fließbandkram machen kann. Isses nicht herrlich...?
• Aber nun gut: Nach einer richtige mistigen Woche habe ich mal wieder angefangen und die Fließbandarbeiten für den Showdown erledigt: Audio-Crossfades zwischen den Schnitten, Kamerageräusche extrahiert und an stummen Stellen eingesetzt, Fabrik-Atmo genauso. Dabei habe ich auch einiges an Originalton gekillt, den ich später dann zwar aufwändig rekonstruieren und teilweise richtig nachvertonen muss, aber die Geräusche und einzelne Dialoge waren einfach zu schlecht. Hinzu kamen dann noch Marker mit Anmerkungen zu den weiteren Arbeiten (Foley, ADR, Surround-Atmos). Die mache ich dann aber erst im nächsten Schritt. Surround kommt dann noch mal später, vielleicht ist bis dahin auch das neue Final Cut draußen, das Surround dann direkt unterstützt.
• Logic macht mir die Arbeit jedenfalls gehörig leichter, zumindest in Sachen Audio! Nur die Songvorlage braucht noch etwas Finetuning, da kommen mir immer wieder Dinger unter, die nicht optimal sind.
• Ürch... 23:20 Uhr... aber jetzt habe ich doch tatsächlich alle Szenen frisch für Logic exportiert inkl. O-Ton. Für jede gibt es ein eigenes Logic-Projekt, wo ich jetzt immer wenn Zeit ist ein bisschen Fließbandkram machen kann. Isses nicht herrlich...?
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Montag, 9. April 2007
Alte Tapes
chbaum, 13:23h
Jetzt habe ich es eben doch getan! Wider Erwarten ist der alte Videorecorder meiner Eltern doch nochmal angesprungen. Ton kommt zwar keiner mehr, aber immerhin konnte ich die alten S-VHS-C Tapes von damals durchsehen, ob noch irgendwo diese dämlichen Zeitlupenszenen drauf sind. Spart mir einiges an Zeit in Karlsruhe...
Gefunden habe ich leider nichts Verwertbares mehr, was v.a. beim Showdown einfach Mist ist. Allerdings kamen mir immerhin noch ein paar kleinere Stückchen unter, die man fürs Blooper Reel verwenden kann. Zum Brüllen komisch (für mich zumindest). Diese Tapes nehme ich heute Abend mit nach KA und digitalisiere sie für die Bonus-DVD.
Reshoots kann ich wohl auch nicht mehr machen. Ich HASSE diese Szene, als ich wütend ins Zimmer stürme und gegen die laute Musik anbrülle. Nur leider haben meine Eltern nach 15 Jahren halt doch mal die Tür gestrichen (weiß statt schwarz), das Bravo-Poster auf der Rückseite abgehängt und die Jesus-T-Shirts weggeworfen, die ich im Film trug. Außerdem bin ich auch nicht jünger und schon gar nicht schlanker geworden. :-)
Interessant wäre es trotzdem gewesen, WIE sehr man es sieht bzw. kaschieren könnte (auch mit der Digitaltechnik - Schlankheitsmorphs sind da ja gang und gäbe heutzutage).
Naja, heute kommt mein Bruder auf Besuch, vielleicht probieren wir's doch mal noch zum Spaß...
Gefunden habe ich leider nichts Verwertbares mehr, was v.a. beim Showdown einfach Mist ist. Allerdings kamen mir immerhin noch ein paar kleinere Stückchen unter, die man fürs Blooper Reel verwenden kann. Zum Brüllen komisch (für mich zumindest). Diese Tapes nehme ich heute Abend mit nach KA und digitalisiere sie für die Bonus-DVD.
Reshoots kann ich wohl auch nicht mehr machen. Ich HASSE diese Szene, als ich wütend ins Zimmer stürme und gegen die laute Musik anbrülle. Nur leider haben meine Eltern nach 15 Jahren halt doch mal die Tür gestrichen (weiß statt schwarz), das Bravo-Poster auf der Rückseite abgehängt und die Jesus-T-Shirts weggeworfen, die ich im Film trug. Außerdem bin ich auch nicht jünger und schon gar nicht schlanker geworden. :-)
Interessant wäre es trotzdem gewesen, WIE sehr man es sieht bzw. kaschieren könnte (auch mit der Digitaltechnik - Schlankheitsmorphs sind da ja gang und gäbe heutzutage).
Naja, heute kommt mein Bruder auf Besuch, vielleicht probieren wir's doch mal noch zum Spaß...
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Sonntag, 8. April 2007
Frostern!
chbaum, 12:51h
Kurz vor Abreise habe ich noch vier alte S-VHS-C Tapes gesichtet und tatsächlich ein wenig altes Material gefunden... nicht wirklich als Ersatz für schlechte Einstellungen zu gebrauchen (wir haben scheinbar mit sicherem Händchen die besten Takes ausgewählt damals), aber trotzdem sehenswert. So gibt es einige Szenen, die sich prima fürs Blooper-Reel auf der Bonus-DVD eignen. Zum SCHREIEN sind die Albtraum-Szenen mit Jeanette, die grüne Pampe auf Michael kotzt (wobei alle beteiligten in hysterisches Gelächter ausbrechen).
Aber bei Muttern liegen ja auch noch Tapes rum... da bin ich im Moment und lasse mich zu Oster wie üblich mästen. Locker zehn Kassetten habe ich eingepackt... eigentlich BRENNE ich darauf, sie sofort und hier zu sichten, aber ich habe den Videorekorder nicht mitgeschleppt, muss ich also am Mittwoch in Karlsruhe machen. Ein, zwei Tapes sehen sogar vielversprechend aus, vielleicht sind da die unsäglichen Zeitlupenszenen drauf.
Den brennenden Reifen werde ich wohl aber nicht wieder finden. Deshalb war ich gestern Abend noch auf dem Dorfhügel, wo die Freiwillige Feuerwehr ein riesiges Osterfeuer abgefackelt hat. Ich hatte die Kamera dabei und machte ein paar Nahaufnahmen des Feuers, die kann man vielleicht alternativ einsetzen und digitale Zeitlupe verwenden. Auch kam mir eine Idee zum Titel... wenn ich es hinkriege, wird der Text mit vorbeizischenden Flammen überblendet.
Ansonsten kann ich hier jetzt nichts mehr für das Projekt machen... das iBook ist halt leider auch etwas lahm... aber vielleicht mache ich ein paar Atmo-Aufnahmen mit der Videokamera, Garten- und Straßengeräusche oder sowas...
Frostern!
Aber bei Muttern liegen ja auch noch Tapes rum... da bin ich im Moment und lasse mich zu Oster wie üblich mästen. Locker zehn Kassetten habe ich eingepackt... eigentlich BRENNE ich darauf, sie sofort und hier zu sichten, aber ich habe den Videorekorder nicht mitgeschleppt, muss ich also am Mittwoch in Karlsruhe machen. Ein, zwei Tapes sehen sogar vielversprechend aus, vielleicht sind da die unsäglichen Zeitlupenszenen drauf.
Den brennenden Reifen werde ich wohl aber nicht wieder finden. Deshalb war ich gestern Abend noch auf dem Dorfhügel, wo die Freiwillige Feuerwehr ein riesiges Osterfeuer abgefackelt hat. Ich hatte die Kamera dabei und machte ein paar Nahaufnahmen des Feuers, die kann man vielleicht alternativ einsetzen und digitale Zeitlupe verwenden. Auch kam mir eine Idee zum Titel... wenn ich es hinkriege, wird der Text mit vorbeizischenden Flammen überblendet.
Ansonsten kann ich hier jetzt nichts mehr für das Projekt machen... das iBook ist halt leider auch etwas lahm... aber vielleicht mache ich ein paar Atmo-Aufnahmen mit der Videokamera, Garten- und Straßengeräusche oder sowas...
Frostern!
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Donnerstag, 5. April 2007
Bildschnitt: DONE!
chbaum, 13:18h
It is done! Ich bin noch mal alles durchgegangen, habe noch mal einzelne Schnitte neu oder anders gesetzt, habe noch mal gerafft und geschnippelt, und jetzt ist gut! Der Film ist auf den Frame genau 94 Minuten lang (falls die Fades und Übergänge so bleiben), und das ist wirklich erstaunlich (von 145 Minuten!)... Jetzt mache ich ein Backup von dat Janze und gehe dann an den Ton...
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Redlich nährt sich das Eichhorn
chbaum, 10:32h
• Nein, ich habe nicht tagelang nichts gemacht, im Gegenteil... zuerst war die Explosion dran. Das ging eigentlich ganz passabel, nur hat mir Motion einige Steine in den Weg gelegt. Zunächst mal ließ es sich nicht zuverlässig direkt aus FCP heraus aufrufen, sondern stürzte in diesem gemeinschaftlichen Modus so oft ab, dass ich entnervt wieder Film exportierte und isoliert bearbeitete. Aus dem Gasrohr soll ja nun eine Flamme austreten, bevor es zur Explosion kommt. Leider haben wir Eumels das damals mit Handkamera gefilmt, sodass das Bild und somit das Gasrohr dauernd rumwackelt. Die Flamme muss das demnach auch tun, aber Motion Tracking mit Motion ist halt nicht. ? Also bearbeitete ich die Flamme Frame für Frame: Flamme positionieren, Keyframe setzen. Nächster Frame. Flamme neu positionieren, Keyframe setzen. Nach nur 20 Frames und einer halben Stunde war der Spuk Gott sei Dank vorbei. Die Flammenposition folgt jetzt per Keyframe Animation der Kameraposition. In der nächsten Einstellung sieht man die Flamme ganz klein am Rand der Apparatur austreten, das war kein Problem (wir haben ein Stativ benutzt), danach folgt die Explosion, die ich ganz leicht in die Original-Verpuffung (Zinksulfid) reingemischt habe. Das ging dann schnell, und so bin ich ganz zufrieden, zumal ein Kollege, den ich ahnungslos davor gesetzt habe, alles ganz toll fand – für den Unbedarften geht das alles so schnell, dass er gerade mal irgendwas von FlammeExplosionSchreiBumm mitkriegt und die Defizite kaum erkennt. Gut so.
• Danach habe ich mir jede einzelne Szene noch mal genauestens angesehen und dabei v.a. auf die Bildränder geachtet. Das Geflimmer ist dort manchmal immer noch zu sehen, und es gibt lange Szenen, in denen ich NUR altes, potenziell flimmerndes Material genommen habe. Dabei entdeckte ich so viele Zitterbilder, dass ich manche Szenen komplett noch mal schneiden musste. Es war eine Katastrophe!
• Die Titel mussten auch mal fertig werden, damit man die endgültige Länge des Films herausfinden konnte. LiveType ist wirklich ein großer Mist, das kann nicht mal eben Schrift einfach nur ein- und ausblenden und will immer erst mal alles rendern. Also habe ich von LT nur den attraktiven Hintergrund gerendert und die Schrift des Haupttitels in FCP mit Boris kreiert. Nach tagelangem Hin und Her bin ich nun zufrieden, auch wenn der Profi das natürlich zehnmal besser und kreativer könnte. Aber nun gut...
• Fades, Überblendungen und Abstände zwischen den Szenen waren als nächstes dran. Das ging recht flott, ich habe jetzt eine einigermaßen gesunde Mischung. Klar, man soll ja nicht faden, aber manche Übergänge waren dann halt doch nicht durchdacht, sodass ein Fade oder drei Sekunden schwarz besser rüberkommen als direkt umzuschalten. An zwei, drei Stellen bin ich mir noch immer nicht recht schlüssig, aber ich denke, ich lasse es so. Der Film hat jetzt noch 94,5 Minuten. Das finde ich wirklich erstaunlich und bin zufrieden.
• Habe den Film dann noch mal auf DVD gebrannt und angesehen. Ein paar kleinere Macken fielen sofort wieder auf, ich habe sie gleich ausgebügelt. Gestern habe ich dann angefangen, noch mal über alles drüber zu kucken und einzelne Schnitte noch etwas knackiger zu machen. Nach dieser Runde ist aber wirklich Schluss, dann muss endlich mal der Ton ran.
• Für den habe ich inzwischen ein Logic-Projekt optimiert und meine Surround-Umgebung aufgebaut. Zunächst werde ich nur den O-Ton bearbeiten, das wird schon schlimm genug: OMF aus FCP rausexportieren und in Logic rein, dann den Film anlegen. So kann ich schön schnippeln. ADR soll dann auch direkt in diese Projekte rein und die Effektsounds, Atmos und Kamerageräusche, die Stereo bleiben können ebenfalls (das Surren der Kamera ist zwar eigentlich störend, aber in den nachvertonten Szenen fehlt es ganz, was den Sound so hässlich unterbricht, dass ich es lieber überall mit reinmische). Wenn das fertig ist (was noch Wochen dauern dürfte, seufz), mische ich die kompletten Stereotracks runter und integriere sie wieder in die einzelnen Sequenzen in FCP. Erst dann kann ich an Surround denken. Die Musik kann vorher schon parallel in Surround gemischt werden, anlegen kann ich sie aber erst am Schluss. Ich schätze, dass ich die Stereospuren dann wieder aus FCP rausnehme, in Logic mit Surroundeffekten und –atmos anreichere und die bereits fertige Surround-Musik dazu gebe. Das Ganze wird dann im 5.1-Format exportiert und im DVD-Authoring an den nackten Film angelegt. Das dürfte sicher noch spannend werden.
• Heute mache ich mal nur noch den letzten Check der Einzelszenen, dann beginne ich mit dem Ton... Allerdings wirft der auch Frage auf, die mir hoffentlich das Logicuser-Forum beantworten kann.
• Danach habe ich mir jede einzelne Szene noch mal genauestens angesehen und dabei v.a. auf die Bildränder geachtet. Das Geflimmer ist dort manchmal immer noch zu sehen, und es gibt lange Szenen, in denen ich NUR altes, potenziell flimmerndes Material genommen habe. Dabei entdeckte ich so viele Zitterbilder, dass ich manche Szenen komplett noch mal schneiden musste. Es war eine Katastrophe!
• Die Titel mussten auch mal fertig werden, damit man die endgültige Länge des Films herausfinden konnte. LiveType ist wirklich ein großer Mist, das kann nicht mal eben Schrift einfach nur ein- und ausblenden und will immer erst mal alles rendern. Also habe ich von LT nur den attraktiven Hintergrund gerendert und die Schrift des Haupttitels in FCP mit Boris kreiert. Nach tagelangem Hin und Her bin ich nun zufrieden, auch wenn der Profi das natürlich zehnmal besser und kreativer könnte. Aber nun gut...
• Fades, Überblendungen und Abstände zwischen den Szenen waren als nächstes dran. Das ging recht flott, ich habe jetzt eine einigermaßen gesunde Mischung. Klar, man soll ja nicht faden, aber manche Übergänge waren dann halt doch nicht durchdacht, sodass ein Fade oder drei Sekunden schwarz besser rüberkommen als direkt umzuschalten. An zwei, drei Stellen bin ich mir noch immer nicht recht schlüssig, aber ich denke, ich lasse es so. Der Film hat jetzt noch 94,5 Minuten. Das finde ich wirklich erstaunlich und bin zufrieden.
• Habe den Film dann noch mal auf DVD gebrannt und angesehen. Ein paar kleinere Macken fielen sofort wieder auf, ich habe sie gleich ausgebügelt. Gestern habe ich dann angefangen, noch mal über alles drüber zu kucken und einzelne Schnitte noch etwas knackiger zu machen. Nach dieser Runde ist aber wirklich Schluss, dann muss endlich mal der Ton ran.
• Für den habe ich inzwischen ein Logic-Projekt optimiert und meine Surround-Umgebung aufgebaut. Zunächst werde ich nur den O-Ton bearbeiten, das wird schon schlimm genug: OMF aus FCP rausexportieren und in Logic rein, dann den Film anlegen. So kann ich schön schnippeln. ADR soll dann auch direkt in diese Projekte rein und die Effektsounds, Atmos und Kamerageräusche, die Stereo bleiben können ebenfalls (das Surren der Kamera ist zwar eigentlich störend, aber in den nachvertonten Szenen fehlt es ganz, was den Sound so hässlich unterbricht, dass ich es lieber überall mit reinmische). Wenn das fertig ist (was noch Wochen dauern dürfte, seufz), mische ich die kompletten Stereotracks runter und integriere sie wieder in die einzelnen Sequenzen in FCP. Erst dann kann ich an Surround denken. Die Musik kann vorher schon parallel in Surround gemischt werden, anlegen kann ich sie aber erst am Schluss. Ich schätze, dass ich die Stereospuren dann wieder aus FCP rausnehme, in Logic mit Surroundeffekten und –atmos anreichere und die bereits fertige Surround-Musik dazu gebe. Das Ganze wird dann im 5.1-Format exportiert und im DVD-Authoring an den nackten Film angelegt. Das dürfte sicher noch spannend werden.
• Heute mache ich mal nur noch den letzten Check der Einzelszenen, dann beginne ich mit dem Ton... Allerdings wirft der auch Frage auf, die mir hoffentlich das Logicuser-Forum beantworten kann.
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Dienstag, 27. März 2007
Ausgeblitzt
chbaum, 18:40h
• So langsam kommt die Routine... der Feinschnitt ist ja schon länger fertig, aber trotzdem fallen nach ein paar Stunden Abstand doch wieder neue Kleinigkeiten auf, die man ausmerzen kann, u.a. auch weiteres Geflimmer.
• Ich habe vom fertigen S-VHS-Band noch die fehlenden Dialoge rausgesampelt, um einen Anhaltspunkt für den Schnitt in den „stummen“ Szenen zu haben. Nachdem die eingebaut waren, konnte ich wirklich noch die letzten offenen Fragen klären. Die Qualität dieser Dialoge ist allerdings so schlecht, dass ich auf jeden Fall die Jungs (Andreas und Coskun) noch mal her holen möchte zum Nachvertonen.
• Mit den Gewittern bin ich jetzt auch endlich durch! Die Blitzerei ist inzwischen schon fast Routine... beim ersten dreisekündigen Abschnitt habe ich noch geschlagene drei Stunden gebraucht, um ein ansehnliches Gewitter hinzubekommen. Inzwischen dengle ich die Fünf- oder gar Zehnsekünder in einer halben Stunde durch, wenn nur Wetterleuchten zu sehen ist sogar noch weniger.
• Selbst nach 15 Jahren fallen mir noch neue „Goofs“ auf, die ich vorher nie bemerkt habe. Beim Showdown ist im Hintergrund der Aufbau für Michaels Todessturz deutlich zu sehen: Große Kartons mit einer blauen, keilförmigen Turnmatte darauf. Zum Schreien (siehe Bildergallerie)! :-)
• Fehlen noch ein paar kleinere CGI-Sachen, v.a. bei der Explosion im Chemieunterricht. Das dürfte dann wieder deutlich länger dauern, mal sehen...
• Ich habe vom fertigen S-VHS-Band noch die fehlenden Dialoge rausgesampelt, um einen Anhaltspunkt für den Schnitt in den „stummen“ Szenen zu haben. Nachdem die eingebaut waren, konnte ich wirklich noch die letzten offenen Fragen klären. Die Qualität dieser Dialoge ist allerdings so schlecht, dass ich auf jeden Fall die Jungs (Andreas und Coskun) noch mal her holen möchte zum Nachvertonen.
• Mit den Gewittern bin ich jetzt auch endlich durch! Die Blitzerei ist inzwischen schon fast Routine... beim ersten dreisekündigen Abschnitt habe ich noch geschlagene drei Stunden gebraucht, um ein ansehnliches Gewitter hinzubekommen. Inzwischen dengle ich die Fünf- oder gar Zehnsekünder in einer halben Stunde durch, wenn nur Wetterleuchten zu sehen ist sogar noch weniger.
• Selbst nach 15 Jahren fallen mir noch neue „Goofs“ auf, die ich vorher nie bemerkt habe. Beim Showdown ist im Hintergrund der Aufbau für Michaels Todessturz deutlich zu sehen: Große Kartons mit einer blauen, keilförmigen Turnmatte darauf. Zum Schreien (siehe Bildergallerie)! :-)
• Fehlen noch ein paar kleinere CGI-Sachen, v.a. bei der Explosion im Chemieunterricht. Das dürfte dann wieder deutlich länger dauern, mal sehen...
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Samstag, 24. März 2007
A long, sniffy day
chbaum, 23:07h
• Heute geht’s an die (hoffentlich) letzten optischen Änderungen, inkl. Fades und Übergänge. Ich sitze schon wieder eine Weile dran, denn gleich die ersten beiden Einträge in meiner „Noch-nicht-ganz-geil“-Liste erwiesen sich als ziemlich haarig: Beide enthalten Collagen und/oder Flashbacks. Ich habe viel mit Sepia und Zeitlupe und minimalen Änderungen der Übergänge experimentiert. Inzwischen gefällt es mir ganz gut, v.a. die Zeitlupen kommen prima. Sicher könnte man da mit Ahnung noch viel mehr rausholen, v.a. was Farben, Filter und Bildkomposition angeht. Aber da fehlt es mir einfach an Erfahrung mit Video und v.a. mit komplexer Bildbearbeitung (Maskierung etc.). Immerhin: Mit der richtigen Musik wird man da auch noch mal einiges rausholen können.
• Jetzt habe ich gerade mal ein paar Kleinigkeiten ausgemerzt, da fielen mir schon wieder neue auf. Der HAMMER ist aber der Sound: Durch Zufall habe ich gemerkt, dass FCP eine aufgenommene Stereospur nicht als stereo behandelt, sondern als zwei Einzelspuren, die beide aus der Stereomitte kommen. Definiert man sie aber manuell als Stereopaar, gehen die Panorama-Fader automatisch auseinander. Toll... das muss ich jetzt wohl für jede einzelne der 16 Sequenzen machen. WÜRG! Das Gute daran: Der Klang wirkt plötzlich sehr viel räumlicher und natürlicher. Leider hört man aber auch Hintergrundgeräusche sehr viel besser, die vorher wohl der Phasenverschiebung zum Opfer fielen. Bei der Begrüßungsszene mit Tina im Hausflur hört man im Hintergrund jemanden fegen. Oh MANN! Wie ich das wohl wieder rauskriege?
• Irgendwie nervt’s schon ein bisschen, dass „The Number of the Beast“ spielt, bevor der CD-Player überhaupt läuft. Mal sehen, ob ich das noch etwas besser hinkriege, z.B. mit neuen Insert-Schnitten des Haussmannschen Hauses. Habe mir von iTunes den Song gezogen und auch gleich die anderen noch benötigten Rückwärtssongs zusammengestellt. Damit habe ich dann schon mal eine gute Grundlage für die Nachvertonung.
• Du liebe Güte, was ein Krampf! Nur weil der CD-Player nicht das gemacht hat, was wir eigentlich wollten, sitze ich hier ‚ne Stunde und bastle was zusammen. Sieht jetzt aber ganz passabel aus, auch wenn die Sekunden durch die leichte Zeitlupe eher Doppelsekunden geworden sind. ;-)
• Drei Stunden! Drei Stunden für den zweiten Albtraum! Aber man lernt was dabei... Keyframe Animation en gros... ächz... Naja, jetzt gefällt’s mir für meine Verhältnisse. ;-)
• So, bis auf die visuellen Effekte bin ich jetzt einmal komplett durch. An den Blitzen versuche ich mich mal noch zum Spaß, für den Rest brauche ich Glück und die Originalbänder mit brennendem Reifen und der Tötungsszene.
• Zwei Stunden später. ICH HASSE BLITZE! Aber es geht! Hinter Sascha ist das Kellerfenster zu sehen. Dieses soll durch Blitze draußen aufleuchten. Leider ist es zweigeteilt, Michael gurkt ständig ins Bild, und wir haben kein verdammtes Stativ benutzt! Die Fenstergrenzen variieren also quasi bei jedem Bild. Also habe ich die Szene zweimal kopiert. Auf der ersten Kopie lege ich eine 4-Punkt-Maske an, die genau in den rechten Teil des Kellerfensters passt. Per Keyframe Animation gleichen sich die Maskengrenzen dauernd der wackelnden Kamera an. Jetzt füge ich einen Filter für Helligkeit ein, der sich nur auf die maskierte Region bezieht. Ich zeichne Unmassen von Keyframes für die Helligkeitsvariationen ein und gebe den Maskenrändern einen leichten Weichzeichner. Jetzt ist die zweite Spur dran. Dort muss ich eine 8-Punkt-Maske anlegen, weil Michaels Ohrenwatschel die rechte Hälfte des Fensters berühren oder teilweise überlagern. Alle paar Frames wird die Maske animiert, um ihre Ränder den neuen Gegebenheiten anzupassen. Die Helligkeits-Animation kann ich Gott sei Dank kopieren... Und nach zwei Stunden blitzt es im Keller gar fürchterlich... Da ist die kurze Einstellung von vor dem Haus geradezu ein Klacks: Hier kann ich die Helligkeit ohne Maske animieren. CGI-Blitze hebe ich mir dann für eine andere Szene auf... Röchel...

• Jetzt habe ich gerade mal ein paar Kleinigkeiten ausgemerzt, da fielen mir schon wieder neue auf. Der HAMMER ist aber der Sound: Durch Zufall habe ich gemerkt, dass FCP eine aufgenommene Stereospur nicht als stereo behandelt, sondern als zwei Einzelspuren, die beide aus der Stereomitte kommen. Definiert man sie aber manuell als Stereopaar, gehen die Panorama-Fader automatisch auseinander. Toll... das muss ich jetzt wohl für jede einzelne der 16 Sequenzen machen. WÜRG! Das Gute daran: Der Klang wirkt plötzlich sehr viel räumlicher und natürlicher. Leider hört man aber auch Hintergrundgeräusche sehr viel besser, die vorher wohl der Phasenverschiebung zum Opfer fielen. Bei der Begrüßungsszene mit Tina im Hausflur hört man im Hintergrund jemanden fegen. Oh MANN! Wie ich das wohl wieder rauskriege?
• Irgendwie nervt’s schon ein bisschen, dass „The Number of the Beast“ spielt, bevor der CD-Player überhaupt läuft. Mal sehen, ob ich das noch etwas besser hinkriege, z.B. mit neuen Insert-Schnitten des Haussmannschen Hauses. Habe mir von iTunes den Song gezogen und auch gleich die anderen noch benötigten Rückwärtssongs zusammengestellt. Damit habe ich dann schon mal eine gute Grundlage für die Nachvertonung.
• Du liebe Güte, was ein Krampf! Nur weil der CD-Player nicht das gemacht hat, was wir eigentlich wollten, sitze ich hier ‚ne Stunde und bastle was zusammen. Sieht jetzt aber ganz passabel aus, auch wenn die Sekunden durch die leichte Zeitlupe eher Doppelsekunden geworden sind. ;-)
• Drei Stunden! Drei Stunden für den zweiten Albtraum! Aber man lernt was dabei... Keyframe Animation en gros... ächz... Naja, jetzt gefällt’s mir für meine Verhältnisse. ;-)
• So, bis auf die visuellen Effekte bin ich jetzt einmal komplett durch. An den Blitzen versuche ich mich mal noch zum Spaß, für den Rest brauche ich Glück und die Originalbänder mit brennendem Reifen und der Tötungsszene.
• Zwei Stunden später. ICH HASSE BLITZE! Aber es geht! Hinter Sascha ist das Kellerfenster zu sehen. Dieses soll durch Blitze draußen aufleuchten. Leider ist es zweigeteilt, Michael gurkt ständig ins Bild, und wir haben kein verdammtes Stativ benutzt! Die Fenstergrenzen variieren also quasi bei jedem Bild. Also habe ich die Szene zweimal kopiert. Auf der ersten Kopie lege ich eine 4-Punkt-Maske an, die genau in den rechten Teil des Kellerfensters passt. Per Keyframe Animation gleichen sich die Maskengrenzen dauernd der wackelnden Kamera an. Jetzt füge ich einen Filter für Helligkeit ein, der sich nur auf die maskierte Region bezieht. Ich zeichne Unmassen von Keyframes für die Helligkeitsvariationen ein und gebe den Maskenrändern einen leichten Weichzeichner. Jetzt ist die zweite Spur dran. Dort muss ich eine 8-Punkt-Maske anlegen, weil Michaels Ohrenwatschel die rechte Hälfte des Fensters berühren oder teilweise überlagern. Alle paar Frames wird die Maske animiert, um ihre Ränder den neuen Gegebenheiten anzupassen. Die Helligkeits-Animation kann ich Gott sei Dank kopieren... Und nach zwei Stunden blitzt es im Keller gar fürchterlich... Da ist die kurze Einstellung von vor dem Haus geradezu ein Klacks: Hier kann ich die Helligkeit ohne Maske animieren. CGI-Blitze hebe ich mir dann für eine andere Szene auf... Röchel...

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Freitag, 23. März 2007
Burned and analysed
chbaum, 23:41h
• Habe alle Sequenzen in die richtige Reihenfolge gebracht und als kompletten Film auf DVD gebrannt. Sieht gar nicht schlecht aus, eigentlich wie das Original. Die Computermonitore sind leider alles andere als genau, sodass ich mir mit den Lichtverhältnissen Sorgen gemacht habe. Auf dem Fernsehschirm ist aber alles wie immer. Farb- oder Helligkeitskorrekturen werde ich wohl kaum vornehmen müssen. Das beruhigt. Am TV fallen aber dann wieder andere Kleinigkeiten auf, die ich heute und übers Wochenende mal protokollieren und ausmerzen werde (minimales Geflimmer oder Gewackel, das nicht von der Kamerabewegung herrührt).
• Die Analyse ist bereits beendet. Habe zwei Seiten mit Änderungen und Übergängen und CGI vollgeschrieben. Wenn das alles erledigt ist, dürfte die visuelle Arbeit abgeschlossen sein. Danach ist dann der Ton dran.
• Nach langer Suche fand ich den optimalen Editor für die Endcredits doch tatsächlich direkt in FCP: Boris Text Crawl! Tolle Wurst! Nu’ aber Schluss für heute... eine jämmerliche Erkältung ist im Anmarsch...
• Die Analyse ist bereits beendet. Habe zwei Seiten mit Änderungen und Übergängen und CGI vollgeschrieben. Wenn das alles erledigt ist, dürfte die visuelle Arbeit abgeschlossen sein. Danach ist dann der Ton dran.
• Nach langer Suche fand ich den optimalen Editor für die Endcredits doch tatsächlich direkt in FCP: Boris Text Crawl! Tolle Wurst! Nu’ aber Schluss für heute... eine jämmerliche Erkältung ist im Anmarsch...
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Mittwoch, 21. März 2007
Albträume
chbaum, 16:53h
• Du meine Güte... wollte ein Backup machen von dem ganzen Kram, bis ich bemerkte, dass er auf drei Festplatten verteilt ist. Außerdem ist der Film derzeit eine fröhliche Mischung aus mehreren Digitalisierungssessions, mal mit, mal ohne Geflimmer. Also habe ich mit dem FCP-Medienmanager erst mal alles zusammengelegt. Saftige 60 GB an Daten sind das! Bevor ich weiteres Material aufnehmen kann, muss ich erst mal fertig schneiden, den unbenutzten Mist wegwerfen und das Projekt neu sichern. Das kann dauern, allerdings ist neues Material ja eh Luxus. Ich bräuchte es nur, wenn ich tatsächlich noch alte Original-Kassetten finde, die wichtige Szenen ohne Bearbeitung enthalten. Bis dahin mache ich erst mal alle Szenen komplett fertig und lege Sequenzen für die DVD-Menüs, den Trailer und die Deleted Scenes beiseite... na ja, sind ja bald Osterferien... seufz...
• So, zehn Hefte korrigiert, dann darf ich wieder... Die Albträume sind dran. Nummer 1 ist ziemlich kompliziert. Erstens flimmert jede (!) Einstellung, zweitens ist es zwischen den Einstellungen mal wieder reichlich zäh. Also schneide ich das komplette Ding neu. Etwas flüssiger wirkt es schon. Das Ekligste war natürlich mal wieder die Szene im Bad. Sascha kotzt sich die Seele aus dem Leib (mit kalter Kartoffelsuppe aus der Dose, wenn ich mich recht entsinne), und zwar in zwei Schüben. Das wirkte nur leider etwas abgehackt, sodass ich einen heftigen Strahl draus machte. Ich schnitt in die ersten Tropfen rein und ging dann direkt zur Nahaufnahme des Malheurs. :-) Davon abgesehen machte die Rasierklinge offenbar einen kleinen Waldspaziergang, während sie aus Saschas Fingern zu Boden fiel. Den habe ich rausgeschnitten.
• Nochmal zehn Hefte und ein Kaffee... ich belohne mich mit ein bisschen Final Cut Pro. Als nächstes ist Albtraum 2 dran. Den haben wir ungeschnitten gelassen, was es mir jetzt erst mal einfach macht mit dem Geflimmer. Sorgenkind ist leider der brennende Reifen. Die Zeitlupe damals war einfach schlecht. Mal sehen, wie ich das hinkriege. In den Ferien muss ich unbedingt auf die Suche nach den Originalbändern gehen...
• Oha, im zweiten Albtraum war eine ganze Minute zum Rausschneiden drin. Es ist unfassbar, wie viel man da wirklich noch kürzen und flotter machen kann. Grundregel war wie immer: Wenn’s der Zuschauer kapiert haben muss, kann man schneiden. Der brennende Reifen ist allerdings wirklich Mist. Das flimmernde Original ist unansehnlich, bei der zweiten Aufnahme hat er scheinbar Bilder ausgelassen, sodass der Reifen jetzt in Zeitraffer brennt. Wird wohl ein Problem für später werden, oder wir müssen ihn ganz rauslassen. Immerhin: ICH BIN DURCH! Nicht nur sind die ganzen Flimmereien jetzt raus, es ist auch der komplette Feinschnitt erledigt! Der Film ist nur noch 96 Minuten lang, schmerzfrei gekürzt von 145 Minuten! Unglaublich!
• Was den Schnitt angeht, kommt jetzt nur noch die eklige Phase: Nochmal jede Szene genau anschauen, ob auch wirklich alles flüssig und flimmerfrei ist. Das dürfte noch einige Tage in Anspruch nehmen, mit etwas Abstand fallen aber dafür auch neue Sauereien auf... zurück also zu den Arbeitsheften...
• So, zehn Hefte korrigiert, dann darf ich wieder... Die Albträume sind dran. Nummer 1 ist ziemlich kompliziert. Erstens flimmert jede (!) Einstellung, zweitens ist es zwischen den Einstellungen mal wieder reichlich zäh. Also schneide ich das komplette Ding neu. Etwas flüssiger wirkt es schon. Das Ekligste war natürlich mal wieder die Szene im Bad. Sascha kotzt sich die Seele aus dem Leib (mit kalter Kartoffelsuppe aus der Dose, wenn ich mich recht entsinne), und zwar in zwei Schüben. Das wirkte nur leider etwas abgehackt, sodass ich einen heftigen Strahl draus machte. Ich schnitt in die ersten Tropfen rein und ging dann direkt zur Nahaufnahme des Malheurs. :-) Davon abgesehen machte die Rasierklinge offenbar einen kleinen Waldspaziergang, während sie aus Saschas Fingern zu Boden fiel. Den habe ich rausgeschnitten.
• Nochmal zehn Hefte und ein Kaffee... ich belohne mich mit ein bisschen Final Cut Pro. Als nächstes ist Albtraum 2 dran. Den haben wir ungeschnitten gelassen, was es mir jetzt erst mal einfach macht mit dem Geflimmer. Sorgenkind ist leider der brennende Reifen. Die Zeitlupe damals war einfach schlecht. Mal sehen, wie ich das hinkriege. In den Ferien muss ich unbedingt auf die Suche nach den Originalbändern gehen...
• Oha, im zweiten Albtraum war eine ganze Minute zum Rausschneiden drin. Es ist unfassbar, wie viel man da wirklich noch kürzen und flotter machen kann. Grundregel war wie immer: Wenn’s der Zuschauer kapiert haben muss, kann man schneiden. Der brennende Reifen ist allerdings wirklich Mist. Das flimmernde Original ist unansehnlich, bei der zweiten Aufnahme hat er scheinbar Bilder ausgelassen, sodass der Reifen jetzt in Zeitraffer brennt. Wird wohl ein Problem für später werden, oder wir müssen ihn ganz rauslassen. Immerhin: ICH BIN DURCH! Nicht nur sind die ganzen Flimmereien jetzt raus, es ist auch der komplette Feinschnitt erledigt! Der Film ist nur noch 96 Minuten lang, schmerzfrei gekürzt von 145 Minuten! Unglaublich!
• Was den Schnitt angeht, kommt jetzt nur noch die eklige Phase: Nochmal jede Szene genau anschauen, ob auch wirklich alles flüssig und flimmerfrei ist. Das dürfte noch einige Tage in Anspruch nehmen, mit etwas Abstand fallen aber dafür auch neue Sauereien auf... zurück also zu den Arbeitsheften...
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